Brauchtum


Perchten sind Gestalten, die in Bayern und Österreich auftreten und vor allem Ende Dezember und im Jänner ihr Unwesen treiben. Man nimmt an, dass sich der Name vom Mittelhochdeutschen berchttac, berchtnacht und dem mittelalterlichen Wort Epiphanias, das heutige Dreikönigsfest am 6. Januar, herleitet. Im Mittelhochdeutschen bedeutete bercht ‚glänzend‘ ‚leuchtend‘ und ist zu vergleichen mit dem englischen Wort bright = hell.

Im Allgemeinen gibt es zwei Gruppen, die „guten“ Schönperchten, und die „bösen“ Schiachperchten. Das wichtigste Merkmal der Perchten sind die Glocken, mit der der Winter, das alte Jahr und die bösen Geister des Winters ausgetrieben werden.

Der Geschichte nach überwachen die Perchten die Ernährungs-, Sauberkeits- und Arbeitsvorschriften und treten in den sogenannten Rauhnächten zwischen Weihnachten und Neujahr auf. Die Perchten haben auch nur in dieser Zeit etwas mit Brauchtum zu tun. Man kann heutzutage in vielen Regionen nicht mehr so genau zwischen dem Brauchtum der Krampusse und Perchten unterscheiden. Während die Schiachperchten oft in großen Passen in der Nacht unterwegs sind, wünschen die Schönperchten am Tag den Dorfbewohnern Glück und Segen.