Der Mythos Untersberg


Man geht davon aus, dass der Untersberg seinen Namen von Salzburg aus erhielt. Hinweise darauf finden sich in einer Urkunde des Salzburger Erzbischof Konrad IV. vom 28. Juni 1306, in der er als Vndarnsperch genannt wird.

Im bayrischen Dialekt bedeutet Untarn oder Untern Mittagszeit oder Mittagessen, gelegentlich auch Mahlzeit am Nachmittag (Daher auch der „Unternschlaf“). Der Untersberg gehört vermutlich deshalb zu den "Mittagsbergen".

Zahlreiche Mythen und Sagen ranken sich rund um den Untersberg. In einer davon heißt es, dass Kaiser Karl der Große im Untersberg auf seine Auferstehung wartet. alle hundert Jahre wacht er auf und wenn die Raben immer noch um den Untersberg fliegen, schläft er ein weiteres Jahrhundert. Der Kaiser wird in dieser Zeit von den "Untersberg Mandln" versorgt. Sie sind zwergenähnliche Gestalten, die dem Kaiser treu ergeben sind.

In einer anderen Sage ist von Friedrich Barbarossa die Rede, dem sein Bart um einen runden Tisch wächst. Bis jetzt reicht er zweimal herum, doch wenn er dreimal herum reicht, beginnt das Ende der Welt.

Ein weiterer Mythos ist die "Wilde Jagd". Sie ist in den Rauhnächten des Perchtenbrauchtums entstanden und wird seit den 1980er Jahren wiederbelebt. Zu den Gestalten gehören: Vorpercht, der Tod, der Rabe, Moosweiberl, Baumpercht, Hahnengickerl, der Riese Abfalter, der Bär und der Bärentreiber die Hexe, die Habergeiß und der Saurüssel.